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Elektronisches Gerichts- und Verwaltungspostfach

Signaturkarte

Signaturkarte

Die Dokumente im elektronischen Rechtsverkehr sollen grundsätzlich mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen werden. Hierfür benötigen Sie eine Signaturkarte eines Zertifizierungsdiensteanbieters (Signaturkartenanbieter/ Trustcenter). Das "Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach" ist dabei nicht auf die Signaturkarten eines bestimmten Kartenanbieters beschränkt: Es kann alle gängigen Karten lesen, welche dem technischen Standard ISIS-MTT (Industrial Signature Interoperability Standard – Mailtrust) entsprechen. Eine Liste der Signaturkarten, deren Signatur-, Zertifikats- und Online-Abfrageformate das "Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfaches" derzeit bearbeiten kann, finden Sie bei den Bearbeitungsvoraussetzungen des jeweiligen Gerichts.

Die qualifizierte Signatur ersetzt die Unterschrift. Bei der Ausstellung einer Signaturkarte müssen bestimmte Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden; es braucht daher eine gewisse Zeit um an eine qualifizierte Signaturkarte zu gelangen.

Der Ablauf ist regelmäßig folgender (für die Einzelheiten entscheidend sind die Regelungen und Geschäftsbedingungen des Signaturkartenanbieters):

1. Sie wählen sich einen Signaturkartenanbieter aus.

2. Sie fordern bei dem Signaturkartenanbieter ein Antragsformular an.

3. Sie füllen das Antragsformular aus und senden es an den Signaturkartenanbieter zurück. Beachten Sie dabei die Ausfüllhinweise des Signaturkartenanbieters; so müssen Sie evtl. eine mit Ihrer Unterschrift versehene Ablichtung Ihres Personalausweises beifügen.

4. Sie erhalten von dem Signaturkartenanbieter Unterlagen, mit denen Sie sich zur Identifizierung zu einem Postamt und einer sonst vom Signaturkartenanbieter bezeichneten Stelle zur persönlichen Identifizierung begeben.

5. Der Signaturkartenanbieter erstellt die Signaturkarten und stellt Sie Ihnen in einer sicheren Versandform mit einer PIN-Nummer zu. Manche Kartenanbieter teilen diesen Vorgang aus Sicherheitsgründen auf und übermitteln den zweiten Teil PIN erst nach erfolgreicher Zustellung.

7. Nach Eingang der Empfangsbestätigungen über die PIN-Nummer nimmt der Signaturkartenanbieter Ihre Zertifikate in einen entsprechenden Verzeichnisdienst auf und schaltet so Ihre Signaturkarte frei. Jetzt können Sie mit der Signaturkarte qualifiziert signieren.

Die Ausstellung einer Signaturkarte und – vor allem – das Vorhalten des ausgestellten Zertifikats durch den Zertifizierungsdiensteanbieter ist eine kostenpflichtige Dienstleistung. Die jeweiligen Kosten erfahren Sie bei dem ausgewählten Trustcenter. Ein Liste der Trustcenter und der Produkte, bei denen die Erfüllung der Anforderungen aus § 17 SiG und § 15, Anlage 1 SigV formal bestätigt ist, finden Sie auf dem Web-Server der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (Bundesnetzagentur externer Link, öffnet neues Browserfenster).

Weitere Informationen zum Thema elektronische Signatur finden Sie auf den Seiten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI externer Link, öffnet neues Browserfenster).


 
 

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